Menü

Herzinfarkt bedeutet Lebensgefahr

Alarmieren Sie bei Verdacht auf Herzinfarkt sofort den Rettungsdienst mit Notarzt (112). Der Infarkt kann lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen und führt zum Untergang von Herzgewebe.

Jeder dritte Mensch mit einem Herzinfarkt stirbt, bevor er die rettende Klinik erreicht. Deshalb muss sofort reagiert werden.

Die schnelle Behandlung in der Klinik bewahrt das Herz vor schweren Schäden. Vorausgesetzt: Betroffene oder Angehörige alarmieren umgehend den Rettungsdienst.

Keine Scheu vor Fehlalarm

Niemand ruft gern den Rettungsdienst. Deshalb warten viele Menschen erst einmal ab, ob die Beschwerden wieder von allein verschwinden. Doch genau das ist beim Verdacht auf Herzinfarkt falsch. Warten hat in dieser lebensgefährlichen Situation nichts zu suchen!

Bei Verdacht auf Herzinfarkt gibt es nur eins:

Sofort den Notarzt/ Rettungsdienst rufen: 112

Flyer als PDF   2,45 MB

In Deutschland erleiden etwa 250.000 Menschen pro Jahr einen Herzinfarkt. Nach wie vor stirbt etwa ein Drittel dieser Menschen bevor sie ärztliche Hilfe erhalten können. Noch vor wenigen Jahren starben weitere 20 bis 30% der Patienten, die lebend das Krankenhaus erreicht hatten während des stationären Aufenthalts.

Häufige Ursache eines Herzinfarkts ist der akute Verschluss eines Herzkranzgefässes durch ein Blutgerinsel. Infolge des Gefässverschlusses stellt der betroffene Herzmuskelanteil zunhemend auch seine Pumparbeit ein Der Herzmuskel stirbt in den nachfolgenden Stunden unwiderruflich ab (aus Muskel wird Narbe). Der unbehandelte Herzinfarkt hat eine hohe Sterblichkeit, insbesondere durch Herzrhythmusstörungen oder ein akutes Pumpversagen.
Konnten vor einigen Jahrzehnten im Krankenhaus nur die Komplikationen des Herzinfarktes (z.B. Rhythmusstörungen) behandelt  und die Narbenbildung am Herzen schicksalhaft akzeptiert werden, so steht heutzutage im Mittelpunkt der therapeutischen Bemühungen die Wiedereröffnung des Herzkranzgefässes. Um so früher diese erfolgt, um so weniger Herzmuskelgewebe geht zugrunde. So kann die Krankenhaussterblichkeit deutlich gesenkt werden, wenn die Patienten früh nach Beginn des Infarktschmerzes optimal therapiert werden.
Prinzipiell stehen zur Wiedereröffnung des Gefässes (sogen. Reperfusionstherapie) heute zwei Wege zur Verfügung: die mechanische Wiedereröffnung während einer Herzkatheteruntersuchung (Primär-PTCA) oder die Gerinselauflösung mit einem Medikament (sogen. Lysebehandlung). Sind beide Methoden gleichzeitig verfügbar ist die Primär-PTCA bei geringerer Komplikationsrate der Lysetherapie spürbar überlegen.

Ist ein Transport zu einem Krankenhaus mit Herzkatheterlabor nötig, um eine Primär-PTCA durchzuführen, können auch hiervon die meisten Patienten gegenüber einer Lyse profitieren. Auch bei Versagen einer Lyse kann anschliessend noch eine PTCA durchgeführt werden.

logo niederbayern

cardio_angel

hera-logo

herzinfarktnetz_mainfranken

logo_weiden

logo_weiden

logo_isartal